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Rezension: Die Flammen der Dämmerung

Erschienen: 11.3.2013   Autor: Peter V. Brett   Seiten: 1.056   Verlag: Heyne

Die Flammen der Daemmerung von Peter V Brett

Der dritte Band des Dämonenzyklus beginnt in der Vergangenheit von Inevera. Dieser Storystrang ist anfangs noch interessant, jedoch werden dadurch die Geschehnisse aus den vorherigen Bänden zum dritten mal durchgekaut. Spannung und neue Erkenntnisse? Nope. Danach wechselt die Sicht zum frischen Liebespaar Arlen und Renna. Zusammengefasst: Renna macht immer das Gegenteil von dem was Arlen ihr sagt und Arlen zweifelt ohne Grund an seine Taten nur damit Renna ihn wieder auf die richtige Spur bringen kann. Zudem wirkt Renna wie ein tollwütiges Tier das man hätte lieber einschläfern sollen denn sie zückt jedesmal das Messer wenn eine Person auftaucht und hat spontane Eifersuchtanfälle. Beide sagen sich jedesmal das sie sich lieben aber mir als Leser ist das nicht begreiflich. Die können noch so viel erzählen, wenn sie aber nicht dementsprechend auch handel wirkt es nicht glaubwürdig. Show don’t tell!

Was mir gefallen hat ist, dass Rojer und Gared endlich nicht mehr Leesha hinterherlaufen und ihr eigenes Ding durchziehen. Auch hat mit der Storystarng um Abban gefallen der seine Intrigen spinnt und Abwechslung bot. Jedoch gibt es mit ihm nur ca. 4 Kapitel. Das war es dann auch schon mit Charakterentwicklung in diesem Buch.

Das wäre ja nicht so schlimm wenn die Handlung endlich weiter gehen würde. Schlagt mitten im Buch eine Seite auf (S. 100, S.200, S.400, S.600, …) und ihr seid immer auf dem selben Wissensstand: Ein Krieg steht bevor, doch dieser taucht kein einziges mal im Buch auf. Stattdessen beschränkt sich Peter V. Brett auf handlungsirrevelante Sexszenen, gefühlt nie endende Beschreibungen von Kämpfen gegen Dämonen die niemanden interessieren. Schließlich liegen noch hunderte Seiten vor einem, ist doch klar dass niemand stirbt. Aber das Schlimmste: Die Charaktere wurden zu Superhelden.

Jetzt können sie Scharen Dämonen mit einem Handwedeln töten und falls man doch verletzt wurde kann man sich einfach heilen. Ja super wo bleibt die Spannung wenn man weiß das die Helden nicht sterben können?

Zudem kommen teils peinliche Dialoge hinzu und noch schlimmer als in den Bändern zuvor: Männer werden hier als willenlose Sexzombies dargestellt denen der Verstand geraubt wird wenn eine Frau mit den Hüften wackelt. Ja, das steht genau so im Buch. Die Frauen werden darin sogar ausgebildet. Rojer bekommt gelegentlich auch mal eine Latte wenn er ein Musikstück spielt, aber zum Glück ist ja seine Jongleurhose weit geschnitten.

Peter V Brett schafft es nicht beim Leser Emotionen zu wecken außer Hass, Enttäuschung Langeweile. Hass weil man dafür Geld ausgeben hat, Enttäuschung weil die Charaktere nichts mehr mit früher zutun haben und Langeweile weil nichts passiert.

Die Charaktere bleiben blass und interessieren einen nicht wirklich. Nie fühlt man mit ihnen mit. Man ist immer außerhalb und nicht in ihnen. Da kommen wir auch wieder auf die erwähnten Superkräfte zu sprechen. Plötzlich sind sie da, in einem Nebensatz erwähnt. Man erfährt nicht wie Arlen sie langsam entdeckt, was er sich dabei gedacht hat, nein er hat sie einfach.

Auf den letzten Seiten kommt es dann endlich mal zur Sache und mit was wird man belohnt? Mit einem billigen Cliffhänger. Nur damit die Leser vergessen wie schlecht das Buch ist und nur noch die besseren letzten 100 Seiten in Erinnerung bleiben sodass sie auch den nächsten Band kaufen.

Fazit:

Hätte man nur 3 Bücher geschrieben statt 5, wäre die Story auch nicht so verwässert, aber so lässt sich heutzutage anscheinend kein Geld mehr verdienen. Pech für den Leser. Schade das der erste Band noch überzeugen konnte, sonst hätte ich mir nie die Nachfolger gekauft. Hätte ich mal auf die niederen Bewertungen gehört.

Bewertung:

★☆☆☆☆

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